Verdauungsprobleme – Niemand redet gerne darüber

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Du kennst es. Gehörst du auch zu den 69 %, die Verdauungsprobleme haben? Oder ganz andere Symptome: Hautprobleme, Allergien, zu viel oder zu wenig Gewicht, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, hast ständig Erkältungen und/oder Entzündungen, bist oft müde und ohne Energie.

Deine Mitbewohner

Weißt du, dass in deinem Körper etwa 2 kg Bakterien leben? Das sind ca. 100 Billionen. In deinem Darm leben mehr als 400 verschiedene Bakterienstämme. Man schätzt, dass die Gesamtzahl der Darmbakterien zehn Mal so hoch ist, wie die Zahl deiner Körperzellen. Ohne die Bakterienstämme wärst du nicht lebensfähig. Diese Milliarden unterschiedlicher Mikroorganismen nennt man Darmflora.

Wie im richtigen Leben

Es können zwischen den Lebenwesen (Bakterien) Feindschaften, Freundschaften oder Unstimmigkeiten entstehen. Zu viel Stress, Schlafmangel, Antibiotika, Zahnmaterialien, Medikamente, Umweltbelastungen oder klimatische Belastungen spielen eine Rolle. Gerät alles aus den Fugen, kannst du krank werden.

Schaltzentrale, Chemiefabrik und Verteidigungszone

Dein Darm

  • schützt dich vor schädlichen Bakterien, Viren und Pilze und Parasiten
  • spaltet deine Nahrung auf und versorgt den Körper damit
  • bildet B-Vitamine, Vitamin K und Fettsäuren
  • unterstützt dein Immunsystem
  • sorgt dafür, dass dein Cholesterinspiegel niedrig bleibt
  • steuert dein seelisches Gleichgewicht
  • steht in enger Verbindung mit deinem Gehirn

Ein Fall für Zwei: Darm und Seele

Hast du Schmetterlinge im Bauch? Oder Wut, weil deine Kollegen dich mobben? Etwas noch nicht richtig verdaut? Dein Darm ist dein Stimmungsbarometer. Du kennst auch das Gefühl, wenn sich dein Bauch gut anfühlt. Dein Darm steht in enger Verbindung mit einem Netz aus über 100 Millionen Nervenzellen (enterisches Nervensystem). Das durchzieht deinen gesamten Verdauungstrakt. Dieses Netzt liegt als feine Schicht in der Darmwand. Man nennt es auch Bauchhirn. Es produziert Botenstoffe Serotonin und Melatonin und sagt deinem Kopf, wie es deinem Bauch geht. Es prüft deine Nahrung, was gut oder schädlich für deinen Körper ist. Es koordiniert die Ausscheidung von Abfallstoffen und reguliert Hormone.

Nicht raten, sondern messen

Die Untersuchung aller im Darm lebenden Bakterien (Mikrobiom) wird die Analyse der Zukunft sein. Es ist sozusagen der Fingerabdruck deines Darms. Im Stuhl befinden sich ca. 75 % Wasser, der Rest sind Nahrungsreste, abgeschilferte Darmzellen, Bakterien und Gallenfarbstoff. Die einfachste Möglichkeit herauszufinden, was in deinem Darm passiert, ist eine Stuhluntersuchung im Fachlabor. Das Material dafür bekommst du vom Heilpraktiker/Arzt, der solche Untersuchungen kennt und durchführt. Du kannst es von zuhause aus erledigen. Die Untersuchung dauert ca. eine Woche, dann hast du das Ergebnis.

Hier ist das Leck

Du bekommst einen schriftlichen Befund und du weißt, ob die richtigen Bakterien ausreichend vorhanden sind, du versteckte Entzündungen im Darm hast, deine Nahrung richtig aufgespaltet wird, Pilze angesiedelt sind, Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Intoleranzen vorliegen, dein Immunsystem ausreichend gestützt wird.

Der Weg zum guten Bauchgefühl

Durch die klaren Ergebnisse können maßgeschneidert Medikamente eingesetzt werden. Es ist nicht kompliziert und passt gut in deinen Alltag. Du kannst natürliche Medikamente ohne Nebenwirkungen einsetzen. Die Ernährungsumstellung hängt von dem Ergebnis ab. Sie muss nicht langwierig und schwer sein.

Klarheit kommt vom Handeln, nicht vom Denken. Marie Forleo

Starte jetzt

Mit dem kannst Du auch ohne Labortest starten. Fange langsam mit einem Punkt an und nehme von Woche zu Woche eine neue Aufgabe dazu. Wenn du das einhältst, hast du eine Menge für dein gutes Bauchgefühl getan.

Oft scheitert es an deinem fehlenden Warum und der Motivation. Ich kenne alle Ausreden. Um etwas zu verändern, musst du ein klares Ziel haben. Z.B. ich möchte ohne Einschränkungen Reisen können. Unbeschwert und genussvoll mit meinen Freunden essen gehen. Möchte in das enge, sexy Kleid passen. Suche nach deinem Warum.

5 Tipps die besser sind als abwarten und nur Tee trinken

  1. Trinke morgens als erstes ein großes Glas Wasser, warm oder kalt. Heißes Ingwerwasser oder heißes Wasser mit etwas Kardamompulver, das kurbelt den Stoffwechsel und Kreislauf an.
  2. Zeige Rhythmus nicht nur auf dem Tanzparkett. Rhythmus ist auch für deine Essenszeiten wichtig. Lass zwischen den Mahlzeiten mindestens vier Stunden Pause. Das stärkt deine Verdauungsorgane, sie brauchen auch mal Ruhe. Versuche drei Stunden vor dem Schlaf nichts mehr zu essen.
  3. Kaue nicht zu lange an deinen Problemen. Kaue richtig und lange genug beim Essen. Wenn es ein Brei ist, dann ist es richtig. Konzentriere dich auf dein Essen. Lass dein Handy liegen.
  4. Atemlos vor Staunen? Schön – aber einmal am Tag tief in den Bauch atmen ist auch gut. Das bewusste Atmen ist Balsam für deinen Bauch. Lege dich auf den Rücken oder setze dich gerade auf einen Stuhl. Du kannst es im Bett genauso wie auf dem Boden oder Couch machen. Lege beide Hände in Höhe deines Nabels auf den Bauch, die Daumen berühren sich. Beim Liegen die Beine anwinkeln. Atme langsam ein und zähle bis auf 8. Stell dir vor, du atmest Licht und Energie ein und was dir nicht gut tut, atmest du aus. Wiederhole es am Anfang fünfmal und steigere es  auf zehnmal.
  5. Bring deinen Darm zum Schnurren wie ein Kätzchen. Massiere ihn in Uhrzeigerrichtung mit fünf Tropfen vor dem Schlafen mit einem entspannenden Öl . Stelle dir eine Mischung her aus: 10 Tropfen Lavendel – entspannend und beruhigend, 4 Tropfen  Orange – entspannt und beruhigt die Verdauungsorgane, 4 Tropfen Sandelholz – beruhigt und entspannt, loslassen, 4 Tropfen Neroli – beruhigt bei nervösen Verdauungsbeschwerden, 4 Tropfen Kamille römisch und mische mit 100 ml Jojoba- oder Johanniskrautöl.

 

Starte einfach. Gründe, warum es gerade nicht geht, findest du jede Menge. Kennst du diesen Spruch:

Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe?

Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzen und ein wunderbares Bauchgefühl.

Dieser Blog ersetzt natürlich niemals den Besuch bei einem Heilpraktiker oder Arzt, sondern ist eine nützliche Zusatzinformation. Wenn Beschwerden länger bestehen, anhalten oder sich verstärken, versäume nicht, fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

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