Basenfasten und Entgiften – Ein Großputz für den Körper

Zu viel Zucker und tierisches Eiweiß führen auf Dauer zu einer Übersäuerung des Körpers. Dieses saure Milieu fördert Entzündungsprozesse. Ein ausgeglichener Säure-Basenhaushalt spielt für den Körper eine große Rolle, biochemische Vorgänge laufen nur dann störungsfrei, wenn das Verhältnis von Säuren und Basen stimmen.

Fallen zu viele Abbauprodukte aus dem Stoffwechsel und Umweltbelastungen an und die Säuren können nicht schnell genug ausgeschieden werden, wird es in unserem Bindegewebe deponiert, damit unsere Gesundheit erhalten bleibt. Je nach Lebensgewohnheiten füllt sich das Bindegewebe wie eine Mülltonne. Mangelnde Entschlackung lösen gesundheitliche Probleme aus oder tragen zumindest dazu bei.

Folgen davon sind oft: 

  • Allergien
  • Autoimmunerkrankungen
  • häufige Grippeerkrankungen
  • chronische Infektionen und Entzündungen
  • Erschöpfung und Müdigkeit
  • Depressionen oder Stimmungsschwankungen

Wodurch kommt mein Körper in einen Säureüberschuss?

Durch schlechte Ernährung, Stress, zu wenig erholsamer Schlaf, Schadstoffe aus der Umwelt, Zusätze in Nahrungsmitteln, Medikamente.

Was ist Basenfasten?

Eine Woche bis längsten zwei Wochen isst du überwiegend basische Mahlzeiten. Basenfasten ist der erste Schritt, dass sich dein Darm erholen kann. Entzündungen können sich zurückbilden und die Darmflora ihr Gleichgewicht finden. Basenfasten ist ein guter Einstieg, um den gesamten Körper über Leber, Niere, Lymphe und Haut zu entgiften.

Entgiftet mein Körper nicht von allein?

Zum Teil schon, der Körper hat Selbsthilfemechanismen. Wir sind ständig belastenden Stoffen aus der Umwelt ausgesetzt. Kann der Darm den Stoffwechselprozess nicht mehr genügend entlasten, helfen andere Ausscheidungsorgane mit. Über die Nieren werden vermehrt Säuren ausgeschieden. Die Haut hilft mit über Ausdünstungen und Schweiß. Die Lunge eliminiert Giftstoffe durch das Ausatmen der Luft.

Sind saure Nahrungsmittel ungesund?

Bei säure- bzw. basenbildenden Lebensmittel kommt es nicht darauf an, wie sauer etwas schmeckt oder wie viel Säure es enthält. Entscheidend ist, in welche Stoffe der Körper die Nahrung zerlegt. So sind Zitronen und Grapefruit basenbildend. Der Körper verstoffwechselt natürliche Säure und in Blut gelangen basisch wirkende Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium.

Ist Säure immer negativ?

Säure ist durchaus nichts Schlechtes. Manche Organe brauchen ein saures Milieu. Zum Beispiel als Schutzmechanismus gegen Bakterien. Die Vaginalschleimhaut produziert durch Lactobazillen ein saures und damit gesundes Milieu. Unsere Haut braucht einen schwachen sauren pH-Wert von 5,5 zum Schutz. Im Magen haben wir sogar Salzsäure mit einem ph-Wert von 1,2 – 3. Die wirkt antibakteriell und zum Vorverdauen der Nahrung.

Der Pankreassaft ist dagegen mit ca. pH-Wert 8 basisch. Der Pankreassaft muss den Nahrungsbrei, der durch den Magen sauer ist, neutralisieren. Das ist wichtig für die Verdauungsenzyme im Darm. Auch die Gallenflüssigkeit ist leicht basisch, sie wird für die Fettverdauung benötigt.

Wann ist die beste Zeit für Basenfasten?

Eigentlich das ganze Jahr, aber Frühjahr ist traditionell die beste Zeit. Sobald die Tage wieder länger und milder werden, drängt alles im Organismus nach Reinigung und Leichtigkeit. Ein Entgiftungsprogramm ist nun wie ein innerer Frühjahrsputz, bei dem alles Schwere, Trübe und Schleimige aus dem Körper entfernt wird. Wir erfahren neue Antriebskraft, Lebensfreude und einen guten Schutz vor saisonal typischen Beschwerden wie Heuschnupfen, Frühjahrsgrippe oder depressive Verstimmung.

Welche Vorteile hat eine regelmäßige Entgiftung?

  • Sanierung des Verdauungssystem
  • Anregung des Stoffwechsels
  • Linderung von Allergien
  • Verringerung von Entzündungen und damit chronische Schmerzen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Verbesserung des Hautbildes
  • Ausgleich von Blutzucker- und Insulinproblemen

Wie lange soll man Basenfasten?

Ideal sind 7, maximal 14 Tage. Danach kannst du dich weiter gesund mit viel Gemüse, Salate und Obst ernähren und weniger Kohlenhydrate und Zucker essen. Die Zeit danach ist auch eine wunderbare Basis für eine weiterführende Entgiftung und Darmsanierung.

Das solltest du während der Basenwoche meiden:

  • Alle Fleisch- und Wurstwaren, Schinken und Fleischbrühe
  • Alle Fisch- und Krustentiere
  • Milchprodukte, Joghurt, Kefir und alle Käsesorten
  • Eier
  • Senf, Essig und scharfe Gewürze
  • alle Weißmehlprodukte
  • Teigwaren und polierter Reis
  • Alle Getreide
  • Soja und Sojaprodukte
  • Hülsenfrüchte, Spargel, Rosenkohl, Knoblauch
  • Haselnüsse, Paranüsse, Pekanüsse, Cashewkerne
  • Margarine, gehärtete, raffinierte Fette und billige Öle
  • Kaffee, schwarzer Tee, grüner Tee, Matetee, Früchtetee, Roiboostee
  • Kohlensäurehaltige Mineralwasser, Softdrinks wie Cola oder Limonade
  • Alkohol
  • Fertigprodukte
  • Süßigkeiten, die vor allem mit weißen Zucker hergestellt sind.

Wann sollte ich besser nicht Basenfasten?

Kinder, Jugendliche, Schwangere und stillende Frauen sollten nicht Basenfasten. Sind in der Vorgeschichte Essstörungen, ist es besser, darauf zu verzichten. Geeignet ist es nicht bei schweren Erkrankungen wie Krebs oder akuten Infektionskrankheiten. Auch in schwierigen Lebenssituationen und bei großem Stress ist Fasten nicht zu empfehlen.

Was kann ich dann noch essen?

Obst (in kleinen Mengen), Gemüse, Salate, Kräuter, Wildkräuter, Kartoffeln, Nüsse, Kerne, Kokus, Trockenobst, kleberfreie Getreide (Buchweizen, Quinoa, Amaranth, Hirse) Naturreis, Basen-Frühstücksbrei, Gemüsesäfte ohne Zuckerzusatz, Bio-Kaffee in kleiner Menge, alle kaltgepresste Öle, Gemüsebrühe ohne Hefezusatz.

Wie ist der Ablauf?

Am besten startet man am Wochenende. Ein oder zwei Entlastungstage vorher können vor der Darmreinigung eingebaut werden. Auch wenn Du eine gute Verdauung hast, gehört eine Darmreinigung dazu. Die bekannteste Methode ist die mit Bittersalz. Basenfasten ist mehr als nur basisch essen. Die Entgiftung über die Haut, basische Bäder, Bewegung die das Lymphsystem anregt, auch den digitalen Konsum reduzieren, etwas mehr Zeit für sich selbst und ausreichend Schlaf gehören auch dazu. Durch eine Einkaufsliste oder eine bestellte Bio-Kiste nimmt man den Stress raus. Viele Rezept können vorbereitet und mit zur Arbeit genommen werden. Wichtig ist das Trinken von gutem Wasser. Den Entgiftungsprozess kann man mit homöopathischen Präparaten oder Pflanzensäften zusätzlich unterstützen. 

Was kommt danach?

Gehe es langsam an. Hast du das Gefühl noch ein paar Tage anzuhängen, dann tue es. Du kannst in maßen Fisch, Fleisch, Milchprodukte einbauen, doch nicht zu schnell und zu viel. Eine ideale Verteilung ist 80 % Basen bildende Nahrungsmittel und 20 % Säurebildner. Damit dein Basenfastenerfolg länger anhält, kannst du einiges tun:

  • ausreichend trinken, 2 -3 l täglich
  • regelmäßig essen
  • jeweils einmal täglich Gemüse, Salat und Obst essen
  • täglich 30 Minuten bewegen
  • einmal täglich etwas tun, was dir Freude macht

Es sind jetzt auch gute Voraussetzungen, um Entgiftungsprozesse zu intensivieren. Es können je nach Belastungen Schwermetalle, Medikamentenbelastungen und Umwelttoxine noch mehr ausgeleitet werden. Basenfasten ist bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien ein guter Einstieg für eine Darmsanierung.

Du findest viele Informationen in Büchern zum Thema Basenfasten. Wenn Du gerne persönlich unterstützt werden willst, kannst du dich auch hier informieren: 

 

https://www.silvia-voelkle.de/neuigkeiten/basenfasten-und-entgiften-lust-auf-neue-energie/

 

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